Baumhecken sind neben den genannten Schichten der Nieder- und Hochhecke durch die Beimischung einzelner, meist im Zentrum stehender Bäume gekennzeichnet. Baumhecken entstanden entweder durch ausbleibende anthropogene Eingriffe, die das Durchwachsen von Bäumen in der Hecke ermöglichte oder sie wurden bewusst auf diese Form angelegt. Dies geschah beispielsweise, um Weidevieh Schutz vor den Witterungseinflüssen unter Baumkronen zu ermöglichen.

Daneben existieren eine Reihe weiterer Kategorisierungen. So werden beispielsweise Hecken nach ihrer Entstehungsgeschichte auch in Grünlandhecken undGäulandhecken unterteilt. Grünlandhecken sind typisch für Norddeutschland und verdanken ihre Entstehung der gezielten Anpflanzung durch den Menschen. Sie sollten das wertvolle Ackerland vor Verbiss und Vertritt durch das Vieh schützen. Solche Grünlandhecken finden sich beispielsweise im Münsterland und Oldenburg, wo auf diese Weise die intensiv genutzte Eschflur geschützt wurde.

Gäulandhecken sind dagegen typisch für Süddeutschland. Gäulandhecken sind spontan aufkommende Gehölze, die sich entlang von Stufen- und Wegrainen, Lesesteinhaufen und -riegel bildeten. Anders als die Grünlandhecken in Norddeutschland stehen diese Hecken einzeln; die Hecken sind nicht miteinander verbunden, weil sie nur dort entstehen konnten, wo Menschen den Aufwand scheuten, aufkommende Gehölze zu beseitigen.

Windschutzstreifen werden auch speziell angepflanzte Hecken zur Verminderung von Winderosion genannt. Es sind meistens Hochhecken oder Baumhecken oder auch nur Baumreihen. Als weitere Heckentyp kommen die naturfernen Zierhecken hinzu.

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